Das Format «Architektur-Selfie» war auch auf unserem diesjährigen Büroausflug Ende März ein wichtiger Bestandteil jeder Gebäudebesichtigung. Neben der reichen Architekturgeschichte, welche einem in Napoli auf Schritt und Tritt verfolgt, hat mich die Maradona-Euphorie nachhaltig beeindruckt – ich bin seit 45 Jahren ein grosser Argentinien-Fussball-Fan!
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Maradona und der SSC Napoli haben uns auf unserer Stadtwanderung über 90 km in 4 Tagen an allen Ecken und Enden begleitet, in Form von Wandbildern und Souvenir-Artikel.Wir besichtigten auch das Stadion Diego Armando Maradona im Stadtteil Fuorigrotta, wo der SSC Napoli spielt, sowie den Pilgerort Piazzetta Maradona im spanischen Viertel der Stadt. Der i-Punkt der ganzen Euphorie war, dass bereits viele Strassen und Gassen hellblauweiss geschmückt wurden. Der SSC Napoli hatte zur Zeit unserer Büroreise 17 Punkte Vorsprung auf Lazio Rom, was sehr auf eine bevorstehende Meisterfeier des SSC Napoli hindeutete (SRF Rendez-vous vom 19. April 2023: 33 Jahre nach Maradona – Neapel auf Meisterkurs). Der «Scudetto» ging letztmals 1990 in den Süden Italiens, als Diego Armando Maradona noch für die «Gli Azzurri» spielte – heute am Donnerstag, 4. Mai,ist es wieder so weit – siehe auch NZZ vom 29. April 2023 «Napoli – eine Stadt spielt sich frei» und NZZ am Sonntag vom 30. April 2023 «Endlich, das blaue Wunder!»
Die Architektur-Selfie Fotos sind in chronologischer Reihenfolge angeordnet, vom Sonntag 26. bis Mittwoch 29. März 2023.
Der BMW i3, ein Smart Metropolitan Car, war das erste deutsche, in Grossserie gefertigte Elektroauto. In den vergangenen 9 Jahren wurden etwas mehr als 250’000 Autos produziert. Diesen Sommer hat BMW die Produktion eingestellt, ohne ein gleichwertiges Nachfolgemodell zu präsentieren – obwohl der US-amerikanische Autopapst Sandy Munro, in einem Interview auf Autoline Network im Jahr 2015 die Technik & Produktion des i3 als den grössten Durchbruch im Autobau, seit dem Ford Modell T aus dem Jahr 1908 bezeichnete.
Für BMW – wie für die gesamte deutsche Autoindustrie – war die Elektromobilität nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick. Um eine vom Tagesgeschäft möglichst unabhängige Produktentwicklung zu gewährleisten, wurde für den i3 sowie den i8 eine eigene AG gegründet. Die Designer und Konstrukteure unter der Hauptverantwortung von Gestalter Daniel Starke hatten die Möglichkeit, ohne Zeitdruck und mit entsprechend hohem Budget ein Auto «Out of the Box» zu entwerfen. Die i-Serie sollte zeigen, wozu BMW im Jahr 2013 fähig war, – wenn sie denn wollten …
Das kompakte Carbon-Fahrzeug erschliesst sich einem nicht auf den ersten Blick. Das Verständnis für die Gestaltung als auch die inneren Werte erfordert genaueres Hinschauen. Das Design sowie die Technik waren in vieler Hinsicht der Zeit weit voraus. Obwohl das Auto bereits im Jahr 2013 am 29. Juli gleichzeitig in New York, London und Peking vorgestellt wurde, wirkt der BMW auch heute noch sehr futuristisch. Augenfällig sind neben der zukunftsorientierten Gestaltung – innen und aussen – die grossen, schmalen 20 Zoll Räder, welche für einen minimalen Rollwiderstand sorgen und im Weiteren sehr vorteilhaft für einen reduzierten Feinstaubabrieb im Zusammenspiel mit der Carbon-Fahrerzelle sind. Das Auto wiegt durch die Carbon-Leichtbauweise nur 1’300 kg. Das Material Carbon kannte man im Autobau bis dato nur im hochpreisigen Sportwagen-Segment. Weiter sind die vielen recycelbaren Materialien, welche verwendet wurden, selbst heute noch State of the Art.
Der BMW i3 hebt sich neben den oben genannten Punkten weiter durch eine expressive Seitenansicht vom durchschnittlichen Autodesign ab. Das fliegende Dach als Ergebnis des Verzichts auf eine B-Säule ermöglicht ein Türkonzept – Portaltüren – das oftmals nur aus Auto-Studien bekannt ist oder beim Rolls Royce Phantom, wobei dieser aus statischen Gründen eine B-Säule aufweist. Im Weiteren steht das abgesetzte Fenster in der Hintertür für eine selbstbewusste Silhouette und sorgt für einen grosszügigen Ausblick auch für Kinder.
Die Länge von 3.99 Meter macht das Auto zu einem zukunftsorientierten Fortbewegungsmittel. «Small Is Beautiful», weg von überdimensionierten Protzkarosserien, siehe auch Hochparterre 6/7 2020 «Die Hässlichkeit der Grösse». Grosse Autos verbrauchen nicht nur unnötig Ressourcen, sie sind durch ihr hohes Gewicht für viel Pneuabrieb (Feinstaub) verantwortlich. Ein weiterer Punkt, der für kleinere Autos spricht: pro Auto werden in Deutschland im Durchschnitt nur 1.5 Personen befördert.
Der BMW i3 hat Charakter und daher die besten Voraussetzungen, eine Designikone zu werden. Lange wird es aus meiner Sicht nicht mehr dauern, ich selbst fahre einen i3s seit Frühling 2019, da wird der BMW in Architekturreportagen auftauchen und eine Zeitenwende in der Antriebstechnik im Automobilbau manifestieren. Eine gelungene Auto & Architektur Reportage ist im Magazin «Lila Strauss» 2/2021 mit dem Titel «Antrieb aus Vergangenen Zeiten» publiziert worden. Andreas Fuhrimann’s Gedanken zu Autodesign und Architektur werden mit hochwertigen Auto- und Architektur Bildern abgerundet.
Wie hat der Chris vom grössten, deutschsprachigen Elektroauto YouTube Channel «Car Maniac» gesagt: Der BMW i3 ist ein Genie-Streich!
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